775 Jahre Kienitz
Eröffnung der Festtage
Der Countdown ist abgelaufen. Der Ministerpräsident von
Brandenburg
und Schirmherr der 775 Jahrfeier von Kienitz,
Matthias Platzeck hat am
Mittwochabend, auf dem Kienitzer Sportplatz, die Festtage offiziell eröffnet. Viele Kienitzer
und weitere Gäste aus Nah und Fern sind der Einladung gefolgt. Der Ortsvorsteher
von Kienitz, Herr Roland Grund, hatte in seiner Rede das tolle Engagement der
Kienitzer, insbesondere des Festkomitees zur Vorbereitung des Ortsjubiläums,
gewürdigt. Im Anschluss hatte der Ministerpräsident, ebenfalls die großartigen
Leistungen der Kienitzer hervorgehoben. Eine Bürgerin aus Kienitz wurde ein
besonderer Dank für Ihr uneigennütziges ehrenamtliches Tun
für die Gemeinde zu
teil, als der Ministerpräsident, Frau Cordula Grund als "Ehrenamlerin des Monats"
auszeichnete. Frau Grund hatte sich schon seit vielen Jahren in das Dorfleben
eingebracht und gilt daher auch als "Gute Seele von Kienitz". Herzlichen
Glückwunsch.
Herr Platzeck ging noch einmal in die Zeit des Sommerhochwassers 1997
zurück, als er, der heutige Landeschef, noch Umweltminister von Brandenburg war
und die Leitung des Stabes des Hochwassereinsatzes inne hatte. Zudem überbrachte
er einen symbolischen Scheck über 3350 Euro. Dieses Geld stammt aus
Lottomitteln und finanziert die Herausgabe der Ortschronik. Die 82 seitige
Ortschronik wurde mit einer limitierten Auflage von 500 Stück gedruckt und
dürfte auf großes Interesse stoßen. Am Ende seiner Rede eröffneter er die Ausstellung "Kienitz im Wandel der Zeit". Mit einem Gläschen
Sekt in der Hand, lauschte er dem Letschiner
Frauenchor, der unter die Leitung von Herrn Lothar Böttcher für die musikalische
Unterhaltung sorgte. Als dritter Redner dieses Abends, trat nun der
Bürgermeister der Gemeinde Letschin, Michael Böttcher, vor das Mikrofon.
Dieser hatte in seinen Worten den Kienitzern für ihre erbrachten Leistungen
gewürdigt. Er stellte das Schaffen der Kienitzer in den Vordergrund. Gerade in
den schwierigen Zeiten haben es die Kienitzer immer wieder geschafft nach vorne
zu schauen. Herr Böttcher, selbst ein eingefleischter Kienitzer, weiß von was er
redet.
Am
Rande dieser Eröffnungsfeier hatten sich einige Menschen aus dem Oderbruch zu
einer stillen Demonstration, gegen die Speicherung des klimaschädlichen CO², mit
Transparente aufgestellt. Sie nutzten die Gunst der Stunde, um den
Ministerpräsidenten auf die Meinung der Bevölkerung, gegen die CO² Speicherung
im Brandenburger Boden, aufmerksam zu machen.
Nun
war es endlich Zeit die Ausstellung zu besuchen. Die große graue Tür öffnete
sich und gab den Zugang frei. Mit einer Reihe von Schautafeln konnten von nun an
die Kienitzer und Besucher von Kienitz, über deren Geschichte
informieren. Ausgestellt wurden Bilder und Schriften, die die
Geschichte der Besiedlung des Sumpfgebietes, schon bevor Kienitz 1234 urkundlich
erwähnt wurde, beschreiben.
Man kann davon ausgehen, dass dieser kleine Ort
schon viel älter ist als es die Geschichte schreibt.
Die ortsansässigen Vereine sind ebenfalls, mit ihren
Ausstellungsexponaten, vertreten. Den größten Platz nimmt hierbei die Freiwillige
Feuerwehr ein. Bestaunen konnte man die Pokalwand des Kienitzer Sportvereins, SV Traktor Kienitz.
Weitere Exponate sind, der Bau des Panzerdenkmales, die
Schuhfabrik von Kienitz Nord, des Angelvereins und vieles mehr. Besuchen Sie die
Ausstellung im Clubraum der Kegelbahn auf dem Sportplatz. Diese ist auch in den
nächsten Tagen, ganztägig geöffnet.
Um
19:00 riefen die Glocken, der Kienitzer Kirche, zum Festgottesdienst. Pfarrer
Frank Schneider begrüßte, sichtlich bewegt, die Anwesenden, die so zahlreich
erschienen, dass der Gemeinderaum nicht ausreichte jeden Gast einen Platz zu bieten.
In seiner anschließenden Rede würdigte er den Tatendrang der Kienitzer Bürger.
Besonders hob er das Wirken der verstorbenen Pfarrfrau, Erna Roder hervor. Sie hatte ihre
Kraft, fast ihr ganzes Leben lang, der Kienitzer Kirche gewidmet.
Zudem können die Besucher der Kienitzer Kirche ein Modell der einstigen Kirche
von Kienitz, so, wie diese einmal aussah, besichtigen. Der Pfarrer lud die
Gäste, nach der Kirchenfeier, zu einen kleinen gemütlichen Beisammensein ein. Herr Münzenberg stand mit seinem Team mit gegrillten Würsten
und kühlen Getränken bereit. Wenn da nicht die kleinen Plagegeister wären. Eine
Unzahl an Stechmücken, konnte trotz ihren unaufhörlichen Angriffen, den Gästen
zwar mächtig ärgern, aber von deren Feierstimmung nichts ändern.
Und das schreibt die
Märkische Oderzeitung in Ihrem
Artikel
"Beispielhaftes Miteinander im Dorf"

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gasthof-kienitz@gmx.de
Festumzug mit vielen
Bildern aus der Geschichte des Oderbruchdorfes.
Eröffnung der Festtage
Festsitzung zur 775
Jahrfeier
775 Jahre Kienitz -
vom Festumzug
bis zum Sommernachtstanz
auf dem Sportplatz
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