Kienitzer Hafenfest  2006


Lagerfeuer
Das 6. Kienitzer Hafenfest ist in die Kienitzer Geschichte eingegangen. Leider spielte das Wetter am letzten Augustwochenende gegen die Veranstalter und Besucher. Aber fangen wir mit dem Freitag, dem ersten der beiden Festtage an und lassen diese noch einmal Revuepassieren. Der Freitagabend begann mit der Zusammenstellung des Bootskorsos auf dem Hafen. Zusammen mit den vielen kleinen privaten
Bootseignern, den Dienstbooten der Wasserschutzpolizei und die des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde, zog der Verband mit vielen Gästen an Bord hinaus auf die Oder. Der verbleibende Rest der Besucher verfolgte unterdessen das Treiben auf dem Festplatz. Das obligatorische Lagerfeuer wurde entzündet nachdem der Bootskorso wieder in Sicht kam, um denen zu zeigen, dass sie schon erwartet werden. Zur gleichen Zeit spielte schon der DJ die angesagtesten Titel und heizte das Publikum ordentlich ein.

Tänzerinnen
Als die Dämmerung einsetzte wurde die "Postwiese" zum Schauplatz des Abends mit einer außergewöhnlichen Darbietung. Eine Gruppe von Feuerjongleuren (leider haben wir kein Foto) bildeten einen Feuer -Kreis und führten mit ihren Feuerstöcken verschiedene Kunststücke auf. Zur musikalischen Untermalung begleiteten Trommler die Akteure.
Das gesamte Programm der Künstler wurde von den Besuchern aus der erhöhten Position, die die Deichstraße bietet, beobachtet. Ein Art künstliche Tribüne, wenn gleich auch etwas schmal (eine Beschreibung für die Online-Besucher, die Kienitz nicht, noch nicht kennen gelernt haben). Weiter ging das Fest mit der Vorstellung der Tanzgruppe der  Rüdersdorfer Karnevalsgemeinschaft e.V. . Mit tollen Einlagen und schön anzusehenden Kostümen führten die Mädchen eine großartige Show auf. Der Höhepunkt der Show war wohl für jeden das Männerballett. Mit einer graziösen Hingabe verbogen sich die Männer, die mit langen schwarzen Haaren und etwas Stoff um die Lenden verkleidet waren, ihre doch "wohlgeformten" Körper. Es war einfach nur Super. Bitte entschuldigen Sie, aber es ist schwer diese Momente in Textform zu bringen um den Leser diese zu beschreiben.
Tänzer
Der Freitagabend wäre nicht komplett, wenn nicht noch das Höhenfeuerwerk, auf das das Publikum sehnsüchtig wartete den Himmel über dem Oderarm erleuchtet. Es war ca. halb Elf als die ersten Raketen gen Himmel schossen und in einem Pompösen Glitzerball aus Tausenden Funken zerbarsten. Rund eine halbe Stunde verzauberte der Feuerwerker die Gäste bevor der letzte Knall mit solch einer "Härte" durch die Luft zuckte, als würde man direkt unter einem Gewitter stehen. Apropos Gewitter, Regen. Vielen wird es sicher nicht aufgefallen sein, aber in diesem Jahr war der Freitagabend fast Regenfrei. Na, bis auf ein paar Tropfen in der Nacht. Die aber niemanden mehr so richtig störten. Die Veranstaltung lief weiter. Die Musik spielte auf und es gab bis in die frühen Morgenstunden keinen freien Platz auf der Tanzfläche.

Angeln
Angeln
Der Samstag fing auch in diesem Jahr mit dem Kinder und Jugendangeln an. Um Sieben Uhr früh trafen sich die Nachwuchsangler/ innen vor dem Gasthof "Zum Hafen" um bis um 11 Uhr zu angeln. Auch wenn sich das Samstagswetter nicht von der schönsten Seite zeigte trauten sich doch ein paar an das Wasser.
Den Fischen hat´s wohl nicht gestört, dass es recht kühl war. Diese waren sehr hungrig und bissen wie lange nicht mehr Eine Stunde vor Mittag begann auf dem Festplatz der zweite Tag des 8. Kienitzer Hafenfestes. Es war nicht einfach die Big Band des Landespolizeiorchesters aus Potsdam für zwei Stunden flotter Rhythmen zu gewinnen. Besonderen Applaus bekamen die Musiker für den doch eindrucksvoll vorgetragenen Luis Armstrong-Titel "What A Wonderful World". Aber auch andere bekannte musikalische Hits waren dabei und verführten diesen oder jenen Gast mit dem Takt zu gehen.
Essen
Musik
Wer einen Rundgang auf dem Festgelände tat hat sich wohl
etwas über den für einen Samstag ungewöhnlichen Besuchermangel gewundert. Aber was soll man machen. Gerade an diesem Wochenende waren  auch andere Festveranstaltungen in der Näheren Umgebung. Auch das wechselhafte Wetter ließ einige Leute eher zu Hause zu verweilen. Was aber wohl eine falsche Entscheidung gewesen ist. Denn der Nachmittag bot noch einiges an attraktiven Vorstellungen. Da war noch einmal ein Auftritt der Rüdersdorfer Karnevalsgemeinschaft e.V.. Mit einem "getanzten Rettungseinsatz", bei dem ein Mitglied des Festkomitees seine "Patientengerechte Umsorgung" erhielt, beendeten die Karnevalisten ihren Gastauftritt in Kienitz. Es bleibt zu hoffen, dass wir im nächsten Jahr eine weitere Vorstellung der Truppe genießen können. Bitte, bitte. Im laufe des Nachmittags zogen dann dunkle Wolken auf, die ein Gewitter ankündigten.
Hörsturz

Derkow
Aber irgendwer hatte einen "heißen Draht" zu Petrus. Bis auf ein paar unbedeutende Tropfen blieb es noch einige Zeit trocken. Zeitgleich fanden weiterhin Bootsfahrten auf der Oder statt, die von den Gästen dankend genutzt wurden.  Und schon erklungen neue Töne die in den Ohren der Besucher ungewöhnlich klangen. Die Gruppe "Hörsturz", der Name ließ anderes zu ahnen, erfreute die Besucher mit ungewöhnlichen aber mitfühlenden Gesängen. Die Lieder die in den verschiedensten Sprachen zu Gehör gebracht wurden, erzählten von anderen Ländern und Menschen, der Liebe zu einander. Auch wenn der Text der Lieder oft nicht zu verstehen war, konnte man doch den Inhalt dieser erahnen. Kaum waren die Gesänge der Gruppe "Hörsturz" verklungen erschallten aus dem großen Festzelt neue. Ein Mann in einer Seemannsuniform mit einem Bart, wie "Kaptain Iglo" stand im Festzelt und sang alte Seemannsweisen, u.a. auch Songs von Hans Albers.
> Das Duo Margit und Fritz Derkow  "Der Sänger der Mark" fanden ein interes-
siertes Publikum vor und nutzten die Gunst der Stunde und ließen einige der Textpassagen von den Gästen singen. Auch wenn diese von der ungewöhnlichen "Anmache" überrascht waren, alle machten mit und stimmten ein.
Am Rande des Geschehens, auf der Postwiese bauten Kinder mit ihren Eltern mehrere Stände auf, bei denen die Jüngsten z.B. das Bogenschießen oder auch das Herstellen von verschiedenen Stockrasseln erlernen konnten. Auch ein kleiner Kinder-Trödel-
markt lud zum Erkunden ein.

Bogen
Tanzen
Der Nachmittag verging wie im Fluge.
Trotz alledem, die Besucherzahlen aus den Vorjahren konnten leider nicht erreicht werden. Eigentlich schade, da die die nicht gekommen sind, hier nachlesen können, was sie alles verpasst haben. Und was wäre das Kienitzer Hafenfest ohne das Schlauchbootrennen.
Schlauchboot
Schlauchboot

11 Mannschaften traten in diesem Jahr an um die beste Zeit des
Parcours zu Paddeln. Einige Mannschaften trainierten mehrmals zuvor, um sich mit einer Bestzeit zu präsentieren. Doch es konnte nur eine Mannschaft gewinnen. Erstmals in diesem Jahr wurde die Abendveranstaltung nicht verlegt. Die Veranstalter hatten in diesem Jahr auf viel Live gespielter Musik gesetzt. Ab 20:00 Uhr traten die Bandmitglieder der Gruppe "The Dock Side" auf die Bühne und begannen mit ihrem Konzertdebüt in Kienitz. Mit rockigem aus den Siebziger und achtziger Jahren spielten die eine Stunde lang u.a. Hits von Tom Petty, den Rolling Stones oder Status Quo.
Musik
Musik

Je später es wurde, desto mehr regnete es. Zeitweise sogar in Strömen. Nur gut, dass in diesem Jahr ein  großes Festzelt aufgestellt wurde, so konnten die "Massen" sich ins trockene flüchten. Einige Besucher störte der Regen wohl überhaupt nicht Sie ließen sich nicht vom Regen beeindrucken und genossen die Party direkt am Bierstand. Weiter ging es dann mit der Gruppe "Blank" aus Potsdam. Bis gegen Mitternacht spielte die Gruppe Hit um Hit. Leider hatte der Regen den tanzwütigen Gästen keine Chance gelassen, um zu Tanzen.





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