Kienitzer Hafenfest 2008
Lange haben Sie, wir warten müssen. Lange, ja eigentlich viel zu lange. Doch das
Warten hatte sich gelohnt. Doch was wäre das Kienitzer Hafenfest ohne den Segen
von Oben.
Natürlich hatte auch Petrus seinen Spaß daran gehabt, den Kienitzern
eine kleine Spende in Form von Regen und Wind zukommen zu lassen. Die Gäste
nahmen es gelassen hin. Sie sind es ja gewohnt.
Wie das Festkomitee schon im letzten Jahr ankündigte, sollte das 10. Kienitzer
Hafenfest schon etwas besonderes sein. Die Erwartungen der Macher, aber auch der
vielen, vielen Besucher des Festes wurden vollends erfüllt. Schon der
Freitagabend, der mit dem Bootskorso begann, versprach etwas besonders zu
werden. Die Auftritte des "Andrea Berg Double" und den Mitgliedern der
"Rüdersdorfer Karnevalsgemeinschaft" hatten die Gäste mit ihren Darbietungen
sehr gut unterhalten. Wer kennt sie nicht, die Ohrwürmer "Du hast mich
tausendmal belogen" oder "Diese Nacht soll nie enden" und "Ich sterbe nicht
nochmal". Man könnte gedacht haben, es war wirklich die Echte Andrea Berg beim
Kienitzer Hafenfest gewesen. Nur schade, dass die Technik hin und wieder mal
aussetzte. Woran es gelegen hatte, konnte nicht geklärt werden. Aber das ist
eben Live.
Die Rüdersdorfer Jecken die mit zwei weiblichen Gruppen, nein
einer weiblichen Gruppe und
einem Männerballett zum Hafenfest kamen, hatten mit ihren akrobatischen
Tanzeinlagen die Besucher köstlich unterhalten. Nach dem Auftritt der
stacheligen Mädels hatten einige Gäste Bedenken, ob bei den Kerlen, nach dem sie
lustvoll die Beine schwangen, unterm Röckchen noch alles in Ordnung war.
Und was ist eine Party am Kienitzer Hafenbecken, ohne das
traditionelle Feuerwerk, dass um halb Elf gezündet wurde. Die Zuschauer waren
begeistert. Das Feuerwerk, dass begleitet von Musik den Nachthimmel von Kienitz
erhellte, stellte die bisherigen in den Schatten. Super Effekte und Farben
erfreuten hunderte Besucher.
Der nächste Morgen begann mit
dem Kinderangeln. Die Mitglieder des örtlichen Angelvereins hatten zum
Kinderangeln gerufen und einige kamen dann auch. Zehn waren es. Von Acht bis Elf
Uhr hatten sie Zeit, genug Fische zu fangen. Der Sieger Florian Jachnow
hatte mit 2265g den größten Fang, vor Hannis Wauch der noch mit 1040g
mithalten konnte. Der dritte Platz ging an Tom Schilke (990g) und
danach reihten sich Robert Witkowski (950g), Ewald Lukas
(650g), Cristian Müller (560g) und
Nadin Müller die immerhin
520g erangeln konnte.
Auf dem Gramm genau, mit 400g, konnten sich drei Kinder, Lenert Witkowski, Jakob
Jachnow und Cris Klitzke, nur noch den letzten Platz sichern. Um 11:30 Uhr wurde
die Siegerehrung auf der Bühne durch den Vereinsvorsitzenden des Angelvereins
und dessen Vertreter vollzogen. Es gab tolle Preise zu Gewinnen (Foto re).
Im Anschluss hatten die "Berliner Stadtmusikanten" die
Bühne am Hafen für sich. Sie spielten rund 2 Stunden volkstümliches, aber auch
Jazziges oder alte Schlager zum Wohlsein der ersten Gäste des zweiten Festtages.
Der Festplatz füllte sich rasch. Obwohl noch fleißig die Stände aufgebaut
wurden, hatten die bereits anwesenden Gäste ihre Plätze aufgesucht und hörten
den Klängen der Stadtmusikanten zu. Dann war endlich die Zeit gekommen. Die
Drachenboote wurden zu Wasser gelassen. Noch war Zeit für die Mannschaften, noch
einmal die letzten Tests zu machen und die Mannschaft optimal auszubalancieren.
Schon einmal vorweg. Es gab keine teilnehmende Mannschaft, die ungewollt
kenterte. Alle kamen wohlbehütet ins Ziel.
Eigentlich sollte der erste
Drachenboot-Fun-Cup in einem KO Ausscheid-Verfahren stattfinden. Doch dann hatte
man sich für einen Jeder gegen Jeden Wettkampf entschieden. So konnten die
Mannschaften mehrmals antreten. Folgende gingen an den Start gegangen: Bushido
aus Wriezen die noch im Anschluss ihre Kampfsportqualitäten vorführten. Die
Mannschaft des Kinderrings Neuhardenberg. Die "Hot Delfins"
Handballfrauenmannschaft Letschin. "Die Rüdersdorfer Jecken" und die Kienitzer
"Kegelgirls", in ihren jungfräulichen weißen (Maler)Anzügen. Und dann die
"Oder-Orkas", die in ihren hellblauen Shirts und teils (be)vorstehenden
männlichen Merkmalen (über der Gürtellinie,
gemeint) der Konkurrenz das fürchten lehrten, was noch in der Folge des
Wettkampf zu tragen kam.
Jede der teilnehmenden Mannschaften hatte schon im Vorfeld, mehr oder weniger
intensiv das Paddeln im Drachenboot geprobt.
Dennoch hatten die Kegelgirls keine Chance gegen die übermächtigen Oder-Orkas,
die sich im 2. Rennen nach Bushido und Kinderring Neuhardenberg,
gegenübersahen. Ebenso hatten die Hot Delfins das Nachsehen, in dem sie gegen
Bushido verloren. Somit hatte Bushido bereits zweimal punkten können. Im vierten
Rennen konnten sich die Jecken aus Rüdersdorf gegen die Kegelgirls behaupten.
Die Oderorkas und die Mannschaft des Kinderrings hatten in ihren Rennen die
besseren Chancen und konnten entsprechend die Siege für sich entscheiden. Der
Drachenboot-Fun-Cup endete dennoch mit einer Überraschung. Den letzten Platz
belegten die Kegelgirls aus Kienitz. Der fünfte Platz ging an die -Hot Delfins-
nach dem Kinderring Neuhardenberg und den Rüdersdorfer Jecken. Den zweiten Platz
errungen die Kampfsportler der Bushido Kampfsportschule aus Wriezen. Ja, die
Orkas, die Wale in hellblau, ließen nichts anbrennen. Sie siegten im letzten
Lauf gegen Bushido haushoch und souverän. Glückwunsch an alle Teilnehmer.
Das war noch lange nicht alles, was die Hafenfest-Organisatoren im Petto hatten.
Während die Rennen liefen hatten die Damen und Herren des "Letschin-Wolluper
Chors" ihren großen Auftritt. Sie erfreuten mit ihren volkstümlichen Liedern die
Festbesucher. Danach war es dann soweit. Monika Herz (Foto
re) gab sich die Ehre in Kienitz zu singen. Sie brachte Unterstützung,
durch ihren Sohn mit. Sie begeisterte das Publikum mit alt bekannten Liedern,
wie "Kleiner Vogel" oder "Hallo, wie geht´s", aber auch mit neuen Liedern aus
ihrer aktuellen CD. Frau Herz bedankte sich für die Einladung und sagte, dass
sie von Kind auf an mit dem Oderbruch und der Region um Letschin sehr verbunden
ist. Sie erinnert sich noch heute gern an diese Zeit.
Nochmals Herzlichen Dank.
Tipp:
www.monikaherz.de
Nach rund einer Stunde Livegesang von Monika Herz
& Sohn, zeigten die Kämpfer der Bushido-Kampfsportschule Wriezen ihre Art der
Kampfeskünste. Der Moderator vermittelte dem Publikum Anhand von praktischen
Vorführungen, wie man sich aus einer gefährlichen Situation befreien oder auch
schützen kann. Gerade das ältere
Publikum sah erstaunt, wie man sich mit
einfachen, aber wirkungsvollen Griffen, einem Angreifer erwehrt. Super
Vorstellung. Und was wäre eine Bushido-Vorführung ohne den obligatorischen
Bruchtest
(Foto li). Natürlich bestanden.
Bravo!! Bushido Kampfsportschule Wriezen. Schlag
auf Schlag ging es dann weiter. Line Dance war der nächste Programmpunkt der auf
dem Plan stand. Die "Sunflowers", die in Zechin zu Hause sind, kamen nach
Kienitz, um dort den traditionellen Line-Dance vorzuführen. Zu rhythmischen
Klängen der Country Musik tanzten die Frauen und Männer der "Sunflowers". Nach
insgesamt 2 Auftritten und drei Zugaben verabschiedete sich Gruppe von den
Zuschauern.
Nach diesem Programmbeitrag fand
nun die Siegerehrung des Drachenboot-Fun-Cup´s statt.
Alle sechs Mannschaften wurden hierzu nacheinander auf die Tanzfläche gebeten
und bekamen für ihre engagierte Teilnahme ein kleines Präsent vom Ortsvorsteher
überreicht. Da es so viele Teilnehmer waren konnten die Fotografen nur eine
Totale der Bühne aufnehmen, um wirklich alle auf einem Bild zu bekommen.
Nach einer kurzen "Verschnaufpause, die mit
Discomusik untermalt wurde, ging es dann gegen 20 Uhr weiter. Der "Singende
Bauer", alias Paul Scherhag hatte seinen großen Auftritt mit seinen Liedern von
fernen Ländern und der See vor großem Publikum. Dann waren wieder die
Tanzlustigen dran. Mit fetziger Discomusik wurde bis zum Beginn des letzten
Programmpunktes abgetanzt. Leider mit Verspätung ging es gegen 1 Uhr in der
Nacht, echt erotisch, am Kienitzer Hafen zu. Es fielen die Hüllen. Ja es wurde
sich am Hafen nach gekonnter Manier und passenden Klängen, ausgezogen. Das war
vor allem für die etwas älteren ein Augenweide.
Aus Jugendschutz Gründen verzichten wir hier an
dieser Stelle mit der Veröffentlichung der Fotos. Langsam verklingen die Takte
der Musik. Der DJ packt seine "Maschinen" ein. Knipste das Licht aus und gab so
auch den letzten Gast zu verstehen, dass das 10. Kienitzer Hafenfest nun zu Ende
ist. Schade eigentlich. Es könnte eigentlich noch weiter geh´n. Doch die Ferien
sind vorbei und nun geht es wieder in den Alltag.
Nur für einige Leute von Kienitz ist nicht Feierabend. Schon heute wird über das
nächste Jahr nachgedacht. Dann haben die Kienitzer nämlich gleich zwei Feste zu
feiern. Kienitz wird 775 Jahre alt und das 11. Kienitzer Hafenfest wird auch
stattfinden. Wenn auch nur am Freitagabend. Weil am Samstag die große
Geburtstagsfeier mit Festumzug und allem was noch so dazu gehört, stattfindet.
Bis dahin werden wir hier an dieser Stelle Auf Wiedersehen sagen !!
Dennoch lassen Sie uns hier an dieser Stelle noch
einmal an alle Mitmacher, Gruppen, Sponsoren und Beteiligten, sowie Helfer,
Gastronomen und und und, ein recht herzliches Dankeschön sagen. Ohne Euch hätten
wir nicht so schön, bei diesem herrlichem Sonnenschein, feiern können.
Danke an das Festkomitee. Ihr habt Euch alle mehr als übertroffen und alle
Erwartungen der Besucher erfüllt.

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