Denkmale in Kienitz
Kienitz gehört zu den ältesten
Orten im Oderbruch. Schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung, im Jahre
1234, siedelten Slaven auf dem heutigen Gebiet von Kienitz. Dies beweisen Reste
eines slawischen Burgwalls auf denen die heutige Kirche steht. Weitere
archäologische Funde aus der Bronzezeit wurden in der Kienitzer
Gemarkung gefunden.
Auf einer Tafel, die in der Kirche, im alten Kirchenschiff angebracht ist,
erinnert man an die Kienitzer Bürger die im Deutsch-Französischischen Krieg von
1870 bis 1871 gefallen sind.
"Aus diesem Kirchspiel starben für König und Vaterland"
Bild:
Gedenktafel an die gefallenen Kienitzer Bürger des Deutsch-Französischen
Krieges
Weitere Denkmäler stehen in der Ortsmitte von Kienitz. So das Denkmal für die
Bürger von Kienitz, die im 1.Weltkrieg, 1914 bis 1918, ihr Leben ließen.
Ihre Namen sind auf einer Tafel mit den Sterbedaten aufgeführt.
Früher zierte ein Adler den oberen Teil des Gedenksteins. Dieses Denkmal überstand die
Zeit des 2.Weltkrieges fast unbeschadet.
Bild:
Denkmal 1.Weltkrieg
Kienitz mit seiner eigenen geschichtlichen Entwicklung schrieb gerade in den
letzten Tagen im Januar 1945 traurige Geschichte.
In den Morgenstunden, des 31.Januar 1945, überschritt erstmals die Rote Armee
die zugefrorene Oder. Völlig überrascht und unbemerkt nahmen rund 1500
Rotarmisten in einer Stunde die Orte Kienitz Dorf, Kienitz Amt mit dem Gutshof
und den Bahnhof ein.
Am Vormittag des darauffolgenden Tages bildeten
Vorausabteilungen der 5.Stoß-Armee und der 2. Garde-Panzer-Armee einen
Brückenkopf und bauten diesen, in den folgenden Tagen, weiter aus, um den letzen
Ansturm auf die Seelower Höhen und Berlin vorzubereiten.
Bild:
Panzerdenkmal zu Ehren der Sowjetischen Soldaten, die am
31.Januar 45 die Oder hier in Kienitz überquerten.
Die daraus folgenden
Kämpfe weiteten sich dramatisch aus. Hunderte Bewohner aus Kienitz und unzählige
Flüchtlinge glaubten sich, auf kleinen Booten und Kähnen, die im Kienitzer Hafen
lagen, in Sicherheit. Dies jedoch war ein Irrtum. Gerade der Hafen und der Ort
waren vom Dauerfeuer beider Seiten zur tödlichen Falle. Es gab kein Gebäude das
die nächsten Tage unversehrt blieb. Kienitz hatte etwa 2500 Einwohner. Viele
mussten ihre Heimat, wenn auch vorübergehend verlassen. Der einzige Weg war
jedoch gen Osten. Genau dahin, wo auch die Rote Armee stand.
Direkt gegenüber steht ein Denkmal für die Opfer des 2.Weltkrieges. Auf Anregen
des Herrn K. Fürstenberg wurde, ein aus dem Entwurf von Roland Rother, ein Denkmal
aus Feldsteinen mit einer Stahltafel, in Form eines Kreuzes errichtet. Auf dieser
Tafel wurde der Schriftzug "Den Opfern 1939 - 1945" eingelassen. Die
Einweihung fand am 17.September 1999 im Beisein zahlreicher Gäste statt.
Bild:
Denkmal "Den Opfern 1939 - 1945"
"Dieses Denkmal ist für die vielen tausend Opfern des 2.Weltkrieges errichtet
worden, die unbekannt geblieben, in den Dörfern des Oderbruchs, in der Feldmark,
in den Gehölzen und Wiesen, am Deich und im Strom ihr namenloses Grab gefunden
haben."
Ein weiteres Denkmal, das an die unsäglichen Leiden des 2. Weltkrieges erinnern
soll, steht auf dem Deich zur Überfahrt in die Oderwiesen, zur alten Fährstraße.
Die Stele wurde am 5.November 1987 eingeweiht. Diese symbolisiert jenen
Brückenkopf der Roten Armee, die am 31.Januar die Oder überschritten hatten. An der
Stele wurden Abbildungen eingraviert, die die Region Kienitz zeigt. Zudem ist
ein Ausspruch vom berühmten DDR-Filmregisseur Konrad Wolf eingraviert.
Bild:
Denkmal "Stele"
In Kienitz befinden sich weitere Bau- und Bodendenkmäler.
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Diese sind: |
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in Kienitz Dorf
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Amselweg 8
ein Wohnhaus
Amselweg 12
ein Wohnhaus mit Stallgebäude
Deichweg 17
Wohnhaus
Schulstraße 15 die Dorfkirche
Str.d.Befreiung 10 ein Wohnhaus
Str.d.Befreiung 39 ein Wohnhaus mit zwei Stallgebäuden |
| in Kienitz Nord |
der Gutspark
Kienitzer Oderstraße 46 ein Wohnhaus |

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Der 31.Januar 1945 ist noch bei vielen Einwohnern im
Gedächtnis fest verankert. Der Krieg hat das westliche Ufer der Oder erreicht.
76 Tage sollen die Kämpfe, in die das Dorf
einbezogen war, gedauert haben. 80 Prozent von Kienitz seien danach zerstört
gewesen. Um an die gefallenen Soldaten, aller Nationen und den zivilen Opfern
aus dem Ort zu gedenken, werden sich am 31.01.2010 Vertreter der Gemeinde und
Einwohner aus Kienitz zu einer Kranzniederlegung und Schweigeminuten an den
Gedenkstätten einfinden.
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Das Panzerdenkmal
Die Geschichte vom "Panzer Emil".
Das Kriegerdenkmal
Ein Denkmal für die Bürger von Kienitz, die im 1.Weltkrieg, 1914 bis 1918, ihr
Leben ließen.
Die Stele
Ein weiteres Denkmal, das an die unsäglichen Leiden des 2.
Weltkrieges erinnern soll, steht auf dem Deich zur Überfahrt in die Oderwiesen,
zur alten Fährstraße.
Den Opfern 1939-1945
Auf Anregen des Herrn K. Fürstenberg wurde ein aus dem Entwurf von Roland
Rother, ein Denkmal aus Feldsteinen und einer Stahltafel, in Form eines Kreuzes
errichtet.
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