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Kienitz, ein kleines Dorf im Oderbruch ...
 

Kienitz der Ort



Stempel KienitzKienitz ist ein kleines Dorf, das am östlichsten Rand des LINKLINK Oderbruchs, an der Grenze zu Polen liegt. Der Ort, der ursprünglich aus einem Fischerdorf entstand, wurde wie aus der Ortschronik zu entnehmen ist erstmalig 1234 urkundlich unter dem Namen "Terra Chinz" erwähnt. Mit der Trockenlegung und Kultivierung des Oderbruchs durch den Preußenkönig Friedrich den Großen, auch als der "Alte Fritz" bekannt, wurde aus dem einstigen Fischerdorf ein Ort in dem die Bewohner langsam begannen mit Landwirtschaft und Tierzucht ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.  Wie der Alte Fritz es damals trefflich sagte: "Ich habe eine Provinz in Frieden erobert". Heute ist auch bekannt, dass der Alte Fritz einen maßgeblichen Anteil an der heutigen Entwicklung des Oderbruchs hatte, so wie es heute aussieht und besteht. Eine Zeitliche Zusammenstellung der Kienitzer Geschichte können Sie Sie hier in der  LINKLINK Zeittafel nachlesen.


Aus vielen Ländern Europas wurden damals Menschen in "das neue Land" gebracht, dass dieses Besiedeln und Bearbeiten mögen.  Lesen Sie die Sage der LINKLINK Kienitzer-Strickbauern. Sie beschreibt das damalige Leben, wie die Bewohner ihre Welt sahen. Auch wenn dies für den Leser etwas komisch klingen möge, ein wenig  Wahrheit ist immer dabei. Vielleicht treffen Sie ja auch heute  noch, einen Kienitzer Bürger, der einen kleinen Strick einstecken hat. Heute zählt die Gemeinde Kienitz etwa 555 Einwohner.


Der Ort Kienitz besteht aus den beiden Ortsteilen Kienitz Dorf und Kienitz Nord, die nach dem Zusammenschluss der anderen Amtsgemeinden heute zur Großgemeinde LINKLINK Letschin gehören. Kienitz Nord entwickelte sich erst nach dem 2.Weltkrieg aus dem früheren LINKLINK Gutsherrenbesitz Koppe (1782-1863), der die Schafzucht modernisierte und hier eine Zuckerfabrik bauen ließ, heraus. Man nannte damals Kienitz Nord auch "Kienitz Amt" (wegen dem Domänen Amt), wie es bei den älteren Einwohnern noch heute zu hören ist.

Heute sind zudem noch Überreste des alten Gutsgelände vorhanden. Nach dem 2.Weltkrieg war hier die russische Kommandantur ansässig. Dies kann man noch heute an den Schriftzügen einer Hauswand in der Oderstraße erkennen. Heute sind zudem noch Überreste des alten Gut´s vorhanden. Unmittelbar am alten Gutshausgelände, das zu DDR Zeiten als Schuhfabrik der Firma "Goldpunkt" Berlin genutzt und ausgebaut wurde, befindet sich die alte Parkanlage. Hier hatte Koppe eine Anlage geschaffen in der man noch heute Blumen blühen sehen kann. Noch in den siebziger Jahren wurden im Park viele Feste gefeiert.
Kienitzer Hafen
Viele der Kienitzer können sich noch heute daran erinnern, als sie zu den Festen der Freiwilligen Feuerwehr gegangen sind. In der jüngeren Vergangenheit überließ man das Parkgelände der Natur. Seit 1994 sind die Produktionsstätten von "Goldpunkt" nach Berlin verlagert worden. Der Außenbetrieb wurde geschlossen. In den darauf folgenden Jahren hoffte man, dass es eine andere Alternative zur Nutzung finden konnte.
erste K700 Traktoren in Kienitz
Doch die Gebäude konnte man nicht weiter nutzen. Im hinteren Bereich wurde im Jahre 1950 die Maschinen Ausleihstation, kurz -MAS- eingerichtet. Damals sollten die wenigen nach dem Krieg erhaltenen und beschafften Landwirtschaftstechnik zusammen geführt, um diese geordnet an die Bauern verleihen zu können. Später wurde aus der -MAS- die -MTS- (Maschinen und Traktoren Station).

Ende der sechziger Jahre brauchte man keine eigenständige Ausleihstation für Landtechnik mehr, sondern benötigte eine Reparaturwerkstatt, die die in den letzten Jahren angeschaffte Technik zeitnah instandsetzen konnte. Dieser Betrieb hieß KFL (Kraftfahrbetrieb für Landtechnik). Bis Anfang der neunziger Jahre wurden hier Landmaschinen
K700
und Traktoren der umliegenden LPG´en (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) repariert und gewartet. Nachdem die LPG nach der "Wende" in Agrargenossenschaften umgewandelt wurden, hieß es, dass diese Art von Betrieb nicht mehr benötigt wird und wurde geschlossen.

Es gibt noch vieles mehr zu entdecken. Unter anderem die von Kienitz, die gleich neben der LINKLINK alten Schule, der heutigen LINKLINK Landherberge "Rehkitz" Kienitz e.V., steht. Die Kirche wurde zwischen 1829 und 1833 erbaut und während der Kriegswirren des 2. Weltkrieges fast völlig zerstört. Vom Kirchturm aus kann man weit über die Oder nach Polen oder ins Oderbruch sehen.
Erna Roder

Die Pfarrfrau,
LINKLINK Erna Roder, kümmerte sich bis bis zu ihrem Tod liebevoll um die Kirchenanlage. Mit dem Verkauf ihrer berühmten Malereien sammelte sie einen wesentlichen Teil der Geldmittel, die für die Rekonstruktion der Kirche erforderlich waren. Sie musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen diese Aufgabe beenden. Sie können natürlich weiterhin die Kirche besuchen und besichtigen. Sonntags findet ab 10 Uhr der wöchentliche Gottesdienst statt. 
  Noch mehr zu erkunden gibt es ringsum in den Odervorlandwiesen. Die Oderwiesen beherbergen, gerade in den Sommermonaten, eine Vielzahl von Vogelarten, wie den  Weißstorch oder Kiebitz, die sich jedes Jahr aufs neue in Kienitz einfinden und sich ab dem beginnenden Frühjahr und bis in den späten Herbst hinein aufhalten um dort ihre Brut aufzuziehen. Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, die es zu erkunden und zu bestaunen gilt, ist in der heutigen Zeit schon etwas besonderes. Denn wo gibt es so etwas noch? Es ist ganz einfach die Natur zu entdecken. Schauen Sie ruhig einmal etwas genauer hin. Zum Beispiel hier in Kienitz Nord. Hier rasten alljährlich die Zugvögel auf den Feldern ringsum Kienitz.

Wer also eine Ruhe und eine Stressfreie Zeit verbringen und ohne Verkehrslärm und Hektik ausspannen möchte, der findet diese garantiert hier. Freizeitangebote gibt es u.a. im Haus  LINKLINK "Rehkitz e.V.", das heute in der LINKLINK ehemaligen Schule untergebracht ist. Diese Herberge ist vor allem für Schüler- und Jugendgruppen, aber auch für andere Besuchergruppen oder Einzelpersonen, die eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, geeignet. Unter anderem können Kutschfahrten, Wanderungen und Ausflüge mit Führung zusammen gestellt und erlebt werden. Natürlich haben auch die Angelsportler eine Reihe von Möglichkeiten ihr Hobby zu frönen und den Fang ihres Lebens an Land zu ziehen. Wo sonst, wenn nicht im LINKLINK Oderbruch, direkt in der Oder, der Grenzfluss zu LINKLINK Polen, wartet der große Fang auf seinen Meister.
Anglere


Und wie kommen Sie nach Kienitz? Sie haben die Wahl, auf welchem Wege Sie zu uns nach Kienitz kommen können. Zum einen der Landweg über die Bundesstraße 1 (B1), oder auf der Bundesautobahn A 10 aus Richtung Berlin kommend, über Seelow, Gusow und Letschin. Zum anderen ist der Wasserweg entlang der Oder eine Alternative. Hier in Kienitz wurde eigens für die Kommunikation der Schifffahrt ein LINKLINK Sendemast in Kienitz (Bericht) der Märkischen Oderzeitung aufgestellt, um lückenlos, entlang der Oder, kommunizieren zu können. Im Hafen bietet sich auch die Möglichkeit, an den gerade erst fertiggestellten Sportbootanleger (Oder km 633,0) und der dazugehörigen LINKLINK Marina fest zumachen, um den erforderlichen Nachschub für die Weiterfahrt zu besorgen. Wenn es um einen besonderen Service geht, z.B.: die Reinigung der Wäsche oder die Entsorgung von Abfall, dem Auftanken von Frischwasser und Treibstoff, dann wird Ihnen auch hier geholfen. Unter folgender Telefonnummer finden Sie Hilfe: 033478-4616.





» Das Kienitzer Panzerdenkmal

»Inmitten des Ortskerns von Kienitz steht das berühmte Panzerdenkmal
Am 24.Oktober 1970 wurde dieses Denkmal eingeweiht. Was an diesem Tag geschah und wie es dazu kam, dass
ausgerechnet in Kienitz solch ein Denkmal gebaut wurde, können Sie
auf diesen
LINK
Seiten nachlesen
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Panzerdenkmal













»  Denkmäler in Kienitz

Das Kriegerdenkmal
Ein Denkmal für die Bürger von Kienitz, die im 1.Weltkrieg, 1914 bis 1918, ihr Leben ließen.

Die Stele
Ein weiteres Denkmal, das an die unsäglichen Leiden des 2. Weltkrieges erinnern soll, steht auf dem Deich zur Überfahrt in die Oderwiesen, zur alten Fährstraße.

Den Opfern 1939-1945
Auf Anregen des Herrn K. Fürstenberg wurde ein aus dem Entwurf von Roland Rother, ein Denkmal aus Feldsteinen und einer Stahltafel, in Form eines Kreuzes errichtet.

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Stele



Bild: Stele













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